Rückblick 2006

Januar:

Das Jahr begann für uns wie jedes Andere. Der Schnee fiel in Massen, die Schule begann wieder und die Winterdepression drohte uns zu erfassen. Doch dann bekamen wir eine Anfrage zum Bühnenball im Mittelsächsischen Theater. An zwei Abenden bekamen wir die Hauptbühne des Theaters, einen absolut vollen Saal und zwei unvergessliche Nächte. Wie der Ball: Einfach märchenhaft.

Februar:

Keine Auftritte im Februar. Stattdessen wurden neue Stücke einstudiert, die Show erweitert und die Zukunft der Band diskutiert. Aufgrund verschiedener Umstände verließ Matthias die Band und wir machten zu fünft weiter. Noch einmal vielen Dank an ihn, denn ohne Matze hätte es die Notendealer nie gegeben und diese schönen Jahre hätten nie stattgefunden.

März:

Ruhig ging es auch im März weiter. Mit nur einem Auftritt in einem kleinen Gasthaus außerhalb von Freiberg hatten wir nicht viel zu tun und konnten weiter an neuen Stücken und Konzepten arbeiten. Die Schule ging ihren gewohnten Gang, mit mehr oder weniger zufriedenstellenden Ergebnissen und die Homepage bekam ein neues Hintergrundbild mit der neuen Besetzung, welches zusammen mit den Bandbildern wärend eines lustigen Fotoshootings bei Paul entstanden ist.

April:

Unser Rüleingymnasium wurde dieses Jahr mit dem Schollgymnasium zusammengeschlossen. Zu diesem Anlass wurde in unserer Turnhalle eine erste Annäherungsfeier der beiden Schulen organisiert, zu der wir auch anwesend waren. Ansonsten reiste Felix für drei Wochen in die USA, sodass es auch im April ansonsten keine großen Erwähnungen gibt. Doch mit der Ruhe sollte es nun vorbei sein.

Mai:

Die Schüler des Matthes-Enderlein-Gymnasiums luden uns für ein Konzert in ihre heiligen Hallen ein. Dort feierte unser Programm "Heiße Ware für Fortgeschrittene" eine großartige Premiere. In der rammelvollen Aula hatten wir eines der besten Konzerte seit Anbeginn unserer kleinen Gesangsgemeinschaft.

Gleich das zweite Konzert hatten wir einige Wochen später im Tivoli Freiberg. Dieser fast schon zur Tradition gewordene Abend war ausverkauftt und äußerst cool. Sogar so cool, dass wir am Juni ein weiteres Konzert geben sollten, da nicht alle Leute einen Platz bekommen haben. Das war wirklich Sahne!

Zu erwähnen wäre noch, dass wir das erste mal zu einer Firmenfeier in der Nikoleikirche sangen und die brilliante Akustik und den großen Bewegungsspielraum sehr genossen haben.

Juni:

Eigentlich hatten wir im Juni nur an zwei Tagen Auftritte. Zum einen das zweite Konzert im Tivoli, aufgrund der großen Nachfrage des Konzertes zwei Wochen davor. Dieses Sommerkonzert stellten wir ganz unter das Zeichen der Fußball WM. Ein interessanter Abend mit viel Atmosphäre und Flair.

Doch der Tag, der uns 2006 am meisten im Gedächnis blieb, war der 10 Juni. Wir waren zur 13. Landesbegegnung "Schulen musizieren" eingeladen und hatten zunächst zwei Kurzauftritte. Einen auf der Hauptbühne und einen Anderen in einem Eisenbahntunnel. Darauf folgte ein spontanes Konzert (danke an den Tontechniker der so hilfreich eingesprungen ist) und zu guter letzt zwei Lieder in der Kirche von Schwarzenberg zum Abschlusskonzert. Der letztgenannte Auftritt zählt ohne Zweifel zu den Besten, die wir jemals erlebt haben. Während nur zwei Liedern rastete das Puplikum total aus, machte Laolawellen und brachte den Boden zum Beben. Ein unvergesslicher Moment!

Des Weiteren waren wir an diesem Tag das erste Mal mit unseren, mittlerweile zum Auswärtsalltag fest integrierten, Taxifahrer Jahn "on the road!".

Nach Schwarzenberg hatten wir noch zwei weitere Auftritte zu meistern. Nach diesem Tag fiel jeder von uns total fertig und absolut glücklich ins Bett.

Juli:

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Durch das tolle Wetter und die Fußballeuphorie hatten wir eine Superlaune zum "Jugend-Kunst-Aktionen" - Abschlusskonzert bei dem wir mit fünf Songs dabei waren. Lustig war auch die Party danach, bei der man zu vielen Freiberger Bands abrocken konnte.
Auch beim 1. Freiberger Zechenfest kamen wir mächtig ins schwitzen. Bei 35°C, in schwarzen Anzügen gegen das weit entfernte Puplikum zu singen, war ein Härtetest, den wir das nächste Mal lieber mit Taschenventilator bestreiten.

August:

Sommerferien. Was das im Klartext heißt, weiß ja jeder.


September:

Mit Jahn machten wir eine schöne Fahrt nach Dresden und Kesselsdorf. Natürlich nicht aus Spaß, sondern um zu singen. Das Wetter war nach wie vor fantastisch, das Publikum sehr offen und gesprächig und so hatten wir auch überhaupt nichts zu meckern. Wenn jeder Sommer so wäre wie der 2006...hach.

Oktober:

Wir wussten was am November und Dezember auf uns zukommen würde und legten im Oktober eine kleine Pause zum Proben ein. Neue Pianostücke wurden eingeübt, an denen vor allem Tim seinen Spaß hatte.

November:

Ereignisreich, ereignissreicher, November. Wir sangen das erste Mal in Gera und das auch noch zur Eröffnung der Straßenbahnlinie 1. Ein sehr schöner Auftritt vor einem vollen Puschkinplatz.

Dann eröffneten wir den neuen Raum im Tivoli, den "Loft" mit unserem neuen Programm "Liebe und andere Leiden". Wegen den vielen neuen Titeln hat uns dieses Konzert besonders viel Freude gemacht.

Dann kam der 11.11 und zuerst wollten wir garnicht bei dem Spaßprogramm mitwirken. Als wir uns dann jedoch bereit erklärten, erwartete uns ein herrlich alberner Tag, mit einem selbst für uns interessanten Outfit. Wir gingen als die Farben des Regenbogens.

Zwönitz Teil II hieß es ebenfalls im Novenber. "LuaL" wurde dem wie immer vollauf begeisterten und grandiosen Zwönitzer Publikum, vorgestellt. Tosender Applaus den wir gern entgegen nahmen. Wir waren froh, dass das gewagte Programm so gut ankam.

Es gibt im Leben eines Künstlers immer wieder Stellen, an denen er trotz aller Erfahrungen nervös wird, wie ein Kind vor Weihnachten. Vor 1600 Mann sollten wir als die Vorband der "Puhdys" auf die Bühne und mussten die Erfahrung machen, dass wir Leute begeistern können aber den eingefleischten Rock Fan mehr gegen, als für uns gewinnen. Doch als wir danach durch das Tivoli gingen und mit den Leuten sprachen, kamen uns (fast) nur überwältigende Resonanzen entgegen. Danke dafür!

Dezember:

13 Auftritte im Dezember, davon sechs in Gera und fünf an einem Tag. Dann waren wir noch im Schloss Augustusburg und in einer Feuerwehrwache in Oberbobritzsch. Das alles mit unserem mittlerweile zum Maskotchen gewordenen Taxifahrer Jahn. Das Jahr ließen wir mit einem Auftritt im Seehotel Zeulenroda ausklingen, das wir sicher nicht zum letzten Mal gesehen haben.

Es hat sich 2006 viel getan und es war ein Jahr voller Highlights, netter Leute und den bisher besten Notendealer Momenten. In diesem Sinne, auf ein Neues!

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